Das Programm der Mayrhofener Repetitorien umfasst obligatorische und fakultative Angebote. Bei den ersteren handelt es sich um die allgemeinen Vorlesungsthemen; hierbei wird eine Anwesenheitsliste geführt. Die fakultativen Angebote stammen überwiegend aus Anregungen früherer Kursteilnehmer; sie werden in den Mittagspausen oder am Abend angeboten. Die Teilnahme daran ist freiwillig. Derzeit gibt es folgende Topics:
Seminare:
In den Mittagspausen werden verschiedene Themengebiete behandelt, die aus den besonderen Interessensgebieten der Dozenten stammen (z.B. über Herz-Kreislauf-Physiologie, Atmungsphysiologie, Rettungsmedizin, Medizinische Ethik).
Respiratordemonstrationen:
Von Mitarbeitern der Fa. Drägerwerk AG werden in den Mittagspausen technischer Aufbau, Funktionsprinzip und Einsatzmöglichkeiten moderner Beatmungsgeräte für An?sthesie und Intensivmedizin vorgestellt. Bei der Arbeit in kleinen Gruppen bleibt viel Zeit, eigene Fragen einzubringen und miteinander zu diskutieren.
Computerprogramme:
Derzeit sind 6 Computerarbeitsplätze vorhanden, an denen verschiedene Simulationsprogramme aus Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin ausgeführt werden können, z.B. Narkoseführung, Blutgasanalyse, EKG-Diagnostik usw. Eine praktische Einführung in die Literaturrecherche mittels CDs oder des Internets gehört ebenfalls zum Angebot. Im Facharzt-Repetitorium werden seit 2005 auch Übungen mit einem Full-Scale-Simulator (METI) angeboten.
Fortbildungsvideos:
Es werden zahlreiche Videobänder und DVDs mit Themen aus Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie bereitgehalten, die den Kursteilnehmern jederzeit zur Ansicht zur Verfügung stehen.
Prüfungsgruppen:
Bei den Repetitorien für Prüfungskandidaten bieten die Dozenten am frühen Nachmittag in kleinen Gruppen eine Simulation des Kollegialgesprächs bei der Facharztprüfung an. Hierbei soll nicht das im Kurs erworbene Wissen getestet werden, sondern ein Eindruck von der "richtigen" Prüfungsatmosphäre vor der Landesärztekammer gegeben werden. Die Teilnahme an den Prüfungsgruppen ist freiwillig.
Buchausstellung:
An verschiedenen Tagen wird von einer Medizinischen Buchhandlung eine Ausstellung der wichtigsten Standardwerke und Neuerscheinungen aus den Bereichen Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie durchgeführt. Die Kursteilnehmer können sich dabei zwanglos orientieren, eine Kaufverpflichtung besteht nicht.
Fiberoptische Intubation:
Nach einer allgemeinen Einführung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, mit Hilfe von Tutoren oder allein an 2-3 Arbeitsplätzen zu üben, die dankenswerterweise von der Fa. Storz zur Verfügung gestellt werden.
Lungenfunktion:
Auch für die "kleine Lungenfunktion" stehen Arbeitsplätze zur Verfügung, an denen nach Anleitung durch Tutoren eigene Lungenfunktionsparameter wie Vitalkapazität, FEV1 oder MMV bestimmt und ausgedruckt werden können. Ende 2005 wurde ein kleines tragbares Lungenfunktionsgerät gekauft, das die Ergebnisse über PC und Beamer für das Auditorium direkt widergibt.
Falldiskussionen:
Hier werden an den Abenden von den einzelnen Dozenten ausgewählte Themen in kleinen Gruppen diskutiert. Falldiskussionen beginnen um 21.15 Uhr und dauern so lange wie nötig. Meist trifft man sich danach noch zu einem Umtrunk.